Das wird belastbar.

Shownotes

Im Gespräch mit Florian Ulrich, Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr, über die Zukunft der Feuerwehr im Ahrtal. Wie entstehen moderne Feuerwehrhäuser, die den Anforderungen gerecht werden? Welche Rolle spielen Resilienz, Nachhaltigkeit und Katastrophenschutz beim Wiederaufbau? Und wie kann die Feuerwehr ihre Leistungsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte sichern? Wir sprechen über den aktuellen Stand der Wiederaufbaumaßnahmen, neue Standards für Feuerwehrgebäude, die künftige Feuerwehreinsatzzentrale sowie den aktuellen Einsatzalltag mit rund 420 Ehrenamtlichen in der Verbandsgemeinde Altenahr. Eine Folge über Zukunftsplanung, Sicherheit und eine Feuerwehr, die für kommende Generationen gerüstet sein wird.

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Marianne: Der Wiederaufbau der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Altenahr ist weit mehr als nur ein Bauprojekt.

Marianne: Es geht um die Sicherheit der Menschen in der Region, um die Lehren aus der

Marianne: Flutkatastrophe von 2021 und um die Frage, wie sich eine Feuerwehr für die Herausforderungen

Marianne: der Zukunft aufstellen kann.

Marianne: Ziel ist es, moderne Rahmenbedingungen für die rund 420 Einsatzkräfte der Verbandsgemeinde,

Marianne: alle im Ehrenamt im Einsatz, zu schaffen und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr

Marianne: langfristig zu sichern.

Marianne: Die Ereignisse der Flut im Sommer 2021 haben eindrücklich gezeigt,

Marianne: wie wichtig eine belastbare und zukunftssichere Feuerwehrinfrastruktur für den

Marianne: Bevölkerungsschutz ist.

Marianne: Ganz konkret, in der Verbandsgemeinde sprechen wir von über sieben Feuerwehrhäusern,

Marianne: die sich in Abrück, Altenahru, Dernau, Kreuzberg, Liers, Maischoss und Rech befinden.

Marianne: Über den aktuellen Stand dieser Wiederaufbaumaßnahmen, ihre Bedeutung für die

Marianne: Region und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen wir heute in dieser Folge.

Marianne: Herr Ulrich, aufgrund Ihrer Tätigkeit sind Sie sicherlich vielen bekannt.

Marianne: Stellen Sie sich doch trotzdem gerne nochmal für alle Zuhörerinnen und Zuhörer vor.

Herr Ulrich: Ja hallo, mein Name ist Florian Ulrich, bin Wehrleiter der Verbandsgemeinde

Herr Ulrich: Altenahrhr, 37 Jahre alt, wohnhaft in der Brück, bin verheiratet,

Herr Ulrich: habe zwei Kinder und arbeite bei der Berufsfeuerwehr in Bonn.

Herr Ulrich: Ich bin bei der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr seit dem Jahre 2009,

Herr Ulrich: habe dann dort sämtliche Ausbildungen durchlaufen, die man so machen kann als Feuerwehrmann.

Herr Ulrich: Ich war von 2022, bis ich das Amt des Wehrleiters angetreten habe,

Herr Ulrich: Alarm- und Einsatzplaner der Verbandsgemeinde und zeitgleich Wehrführer der Feuerwehr Ahrbrück.

Herr Ulrich: Und bin im November 2024 zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde gewählt worden.

Herr Ulrich: Dessen Amt ich jetzt aktuell begleite.

Herr Ulrich: Meine Rolle im Wiederaufbau, ja, als Wehrleiter bin ich verantwortlich für alle

Herr Ulrich: Dinge, die operativ im Feuerwehrgeschäft geschehen und so natürlich auch für die,

Herr Ulrich: Wiederaufbaumaßnahmen der Feuerwehrinfrastruktur und unterstütze natürlich die

Herr Ulrich: Verwaltung da in allen Fragen.

Herr Ulrich: Bezüglich der Feuerwehr.

Marianne: Herr Ulrich, können Sie vielleicht noch ganz kurz was zum Aufbau der Feuerwehr

Marianne: hier in der Verbandsgemeinde sagen?

Herr Ulrich: Genau, wir haben insgesamt in

Herr Ulrich: den zwölf Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde betreiben wir 16 Feuerwehren.

Herr Ulrich: Wie kommt das mit zwölf Orten und 16 Feuerwehren? Wir haben ja einige Orte,

Herr Ulrich: die noch Ortsteile dazu haben, die insgesamt wegen der Fläche und den Ausrückzeiten,

Herr Ulrich: die wir halt darstellen müssen, ebenfalls mit einer Feuerwehr ausgestattet sind.

Herr Ulrich: So kommen wir in Summe auf 16 Feuerwehren.

Herr Ulrich: Von den 16 Feuerwehren haben wir zwei, wir nennen es Schwerpunktwehren,

Herr Ulrich: die in Abrück und in Dernau stationiert sind.

Herr Ulrich: Und eine Stützpunktwehr, wo die Drehleiter und das HLF zu Hause ist,

Herr Ulrich: sowie die ganzen Werkstätten, die Funkeinsatzzentrale, die wir in Altenahr betreiben.

Herr Ulrich: Das ist so die Struktur, die wir haben.

Marianne: Sie wurden vor zwei Jahren in Ihr aktuelles Amt gewählt, das haben Sie ja eben

Marianne: schon erzählt, waren aber vorher schon in der Feuerwehr tätig und haben daher

Marianne: die Flut 2021 miterlebt, nicht nur als Helfer vor Ort, sondern eben auch als Betroffener.

Marianne: Wie war das denn damals für Sie?

Herr Ulrich: Ja, wir sind damals mit der Feuerwehr Abrück gegen Mittag in den Einsatz gegangen,

Herr Ulrich: und für mich endete der Einsatz in Summe sechs Wochen später.

Herr Ulrich: Also ich war sechs Wochen hier fest eingebunden, habe nichts anderes gemacht

Herr Ulrich: als Feuerwehr, war von meinem Arbeitgeber freigestellt und habe tatsächlich

Herr Ulrich: erst nach den sechs Wochen so richtig festgestellt,

Herr Ulrich: dass mein eigenes Zuhause auch teilweise zerstört war und haben die Sachen dann

Herr Ulrich: halt mehr oder weniger mit sechs Wochen Verzug dann angefangen aufzuarbeiten.

Marianne: Nun lassen Sie uns einmal kurz auf die Ausgangslage schauen.

Marianne: Mehr als fünf Jahre nach der Flut. Erzählen Sie mal, wie geht es der Feuerwehr

Marianne: in der Verbandsgemeinde Altenahr heute?

Herr Ulrich: Ja, also grundsätzlich würde ich sagen, geht es der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Altenahr gut.

Herr Ulrich: Wir haben die Schäden, die wir an Fahrzeugen hatten, an Schutzkleidung hatten,

Herr Ulrich: an solchen Ausrüstungsgegenständen haben wir alle weitgehend behoben.

Herr Ulrich: Also die Fahrzeuge sind nachbeschafft worden, Schutzkleidung und Ausrüstungsgegenstände

Herr Ulrich: sind nachbeschafft worden.

Herr Ulrich: Da gibt es immer hier und da noch einzelne Fehlbestände, was aber jetzt nicht

Herr Ulrich: daran lag, dass wir untätig sind, sondern manche Dinge fallen einfach auch nach

Herr Ulrich: einer ganzen Zeit erst auf. Oh, das hatten wir mal, das ist jetzt weg,

Herr Ulrich: das müssen wir vielleicht doch noch nachbeschaffen.

Herr Ulrich: Dann erfreut die Feuerwehr sich tatsächlich seit der Flut,

Herr Ulrich: groß im Nachwuchs, sodass wir auch immer wieder Schutzkleidung nachbeschaffen

Herr Ulrich: müssen, was jetzt gar nicht primär mit der Flut zu tun hat, aber am Ende des

Herr Ulrich: Tages eine positive Folge der Flut ist, dass wir halt da Zuwachs haben.

Herr Ulrich: Das größte Thema, was wir im Wiederaufbau sicherlich haben und was auch bei

Herr Ulrich: weitem noch nicht abgeschlossen ist, ist halt der Wiederaufbau der Gebäudeinfrastruktur

Herr Ulrich: und darum soll es ja heute gehen hier.

Marianne: Genau, Sie haben eben schon über Schäden gesprochen. Können Sie noch mal genauer

Marianne: erklären oder beschreiben, welche Schäden die Feuerwehr, Gerätehäuser und auch

Marianne: die Ausrüstung erlitten haben?

Herr Ulrich: Genau, fangen wir einfach mal vielleicht mit der Ausrüstung an.

Herr Ulrich: Dadurch, dass ja viele Orte unter Wasser gestanden haben, hatten wir mehr oder

Herr Ulrich: weniger einen Totalschaden an Schutzausrüstung.

Herr Ulrich: Das Problem war jetzt da sicherlich nicht, dass die Ausrüstung nass geworden ist.

Herr Ulrich: Das wirkte im Einsatzalltag auch, nur mit dem Flutwasser, was halt viel Schlamm,

Herr Ulrich: Benzin, also Heizöl, was da unterwegs war, war die Kleidung halt kontaminiert

Herr Ulrich: und war halt mehr oder weniger nach dem Einsatz dann unbrauchbar.

Herr Ulrich: Also sie konnte nicht wiederhergestellt werden.

Herr Ulrich: Dann sind viele Ausrüstungsgegenstände, die sich in den Häusern befanden,

Herr Ulrich: halt schlicht auch einfach weggeschwommen.

Herr Ulrich: Also sind einfach von den Fluten mitgerissen worden.

Herr Ulrich: An den Fahrzeugen hatten wir auch teilweise Totalschäden, weil es gab zum einen

Herr Ulrich: auch Fahrzeuge, die von den Fluten mitgerissen worden sind und andere Fahrzeuge, die einfach,

Herr Ulrich: zwar von den Einheiten schon zu einem sicheren Ort verbracht,

Herr Ulrich: also vermeintlich sicheren Ort verbracht wurden, aber dann trotzdem gänzlich überflutet wurden.

Herr Ulrich: Also sinnbildlich für einige Fahrzeuge ist hier sicherlich zu nennen,

Herr Ulrich: beispielsweise die Drehleiter der Feuerwehr Altenahr oder auch das HLF der Verbandsgemeinde Altenahr.

Herr Ulrich: Beides Fahrzeuge, die wir einmal in der Kommune vorhalten und die leider beide

Herr Ulrich: durch Überflutung zu einem Totalschaden gekommen sind.

Herr Ulrich: Und wo es für uns halt wichtig war, diese schnellstmöglich nachzubeschaffen,

Herr Ulrich: weil wie gesagt, halten wir einmal vor und sind aber zentrale Werkzeuge für,

Herr Ulrich: unsere Feuerwehr in der ganzen Verbandsgemeinde, weil sie auch in der ganzen

Herr Ulrich: Verbandsgemeinde eingesetzt werden.

Herr Ulrich: Und daher lag da ein sehr hoher Fokus drauf, konnte aber dann auch dankenswerterweise

Herr Ulrich: sehr schnell abgewickelt werden.

Herr Ulrich: Und ja, bei den Gebäuden haben wir tatsächlich die größten Schäden erlitten.

Herr Ulrich: Insgesamt waren sieben Gebäude betroffen.

Herr Ulrich: Davon sind am Ende des Tages vier Häuser komplett zerstört worden bzw.

Herr Ulrich: Auch komplett weggeschwommen, die einfach gar nicht mehr da waren.

Herr Ulrich: Das betrifft das Feuerwehrhaus in Liers, Rech, Maischoss und Kreuzberg.

Herr Ulrich: Beim Feuerwehrhaus Altner haben wir auch einen Totalschaden erlitten,

Herr Ulrich: was aber jetzt am Ende des Tages nicht an der Gebäudestruktur liegt, sondern eher daran,

Herr Ulrich: dass das ganze Vorland zum Feuerwehrhaus Altner, also wer die Lage vom Feuerwehrhaus Altner kennt,

Herr Ulrich: Und oberhalb der alten Kläranlage, unterhalb vom Tunnel in der Ortslage Altner

Herr Ulrich: liegt ja das Feuerwehrhaus Altner.

Herr Ulrich: Und wer sich an die eindrücklichen Bilder von 2021 noch erinnern kann,

Herr Ulrich: gab es vor dem Feuerwehrhaus Altner ein 20 Meter tiefes Loch,

Herr Ulrich: was die Ahr sich da gegraben hatte.

Herr Ulrich: Und aufgrund dieser Problematik ist man auch zu dem Entschluss gekommen,

Herr Ulrich: das Feuerwehrhaus kann da nicht stehen bleiben.

Herr Ulrich: Es ist unsere zentrale Feuerwehr, von der wir alles steuern und deswegen müssen

Herr Ulrich: wir hier auch einen Neubau an anderer Stelle anstreben.

Herr Ulrich: Die Feuerwehrhäuser in Dernau und der Brück waren teilweise betroffen.

Herr Ulrich: Also was heißt teilweise betroffen? Da hat Wasser drin gestanden,

Herr Ulrich: die sind aber nicht zerstört worden und diese sind saniert worden und sind auch

Herr Ulrich: bis heute fertiggestellt.

Herr Ulrich: In Dernau laufen gerade noch ein paar Kleinigkeiten, aber ansonsten sind diese soweit saniert.

Marianne: Das klingt ja nach einigen Schäden an den Feuerwehrhäusern. Wie konnte denn

Marianne: dann der Einsatzbetrieb bis heute weiterlaufen?

Herr Ulrich: Genau, also in der Akutphase, würde ich mal sagen, haben wir einfach irgendwie funktioniert.

Herr Ulrich: Man hat sich mit dem, was noch übrig geblieben war, hat man sich halt irgendwie

Herr Ulrich: beholfen und wir haben einfach irgendwie funktioniert.

Herr Ulrich: Und je weiter das Ereignis halt vorüber war,

Herr Ulrich: sind wir dann in sogenannte Interimsunterkünfte gezogen, die halt in weiten Teilen,

Herr Ulrich: durch Zeltunterkünfte quasi hergestellt wurden, die wir dann interimsmäßig bezogen

Herr Ulrich: haben, sodass wir von da aus, auch wenn nicht ganz optimal, aber immerhin wieder

Herr Ulrich: einen geregelten Feuerwehrbetrieb herstellen konnten.

Marianne: Bevor wir uns einzelne Maßnahmen genauer anschauen wollen, vorab noch eine Frage

Marianne: zum Prozess, der dahinter liegt, hinter dem Wiederaufbau.

Marianne: Den Planungen der Feuerwehrhäuser liegt ja ein Brandschutzbedarfsgutachten zugrunde.

Marianne: Was dürfen wir uns denn darunter vorstellen und was bedeutet das für den Wiederaufbau der Feuerwehr?

Herr Ulrich: Okay, um das,

Herr Ulrich: Ihnen darzustellen, glaube ich, muss ich ein bisschen weiter ausholen.

Herr Ulrich: Also Brandschutzbedarfsplanungen gab es tatsächlich auch schon vor der Flut.

Herr Ulrich: In Rheinland-Pfalz ist das Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz nach der

Herr Ulrich: Flut novelliert worden und vor dieser Novelle war die Brandschutzbedarfsplanung eine Empfehlung.

Herr Ulrich: Also die Kommunen sollen nach Möglichkeit eine Brandschutzbedarfsplanung machen.

Herr Ulrich: Das hat unser damaliger Wehrleiter auch getan. Also es gab auch in der Verbandsgemeinde

Herr Ulrich: Altenahr vor dem Ereignis schon einen Brandschutzbedarfsplan.

Herr Ulrich: Der Unterschied zu dem Brandschutzbedarf, den wir heute haben,

Herr Ulrich: ist, dass wir den quasi selber erstellt haben.

Herr Ulrich: Also nach eigenem Ermessen, nach geltendem Recht wurden die entsprechenden Kriterien

Herr Ulrich: ausgewertet und dann die daraus resultierenden Rückschlüsse gezogen.

Herr Ulrich: Nach der Novelle des Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetzes wurde am Beispiel

Herr Ulrich: anderer Bundesländer, die das schon lange in ihren Gesetzen haben,

Herr Ulrich: eine Brandschutzbedarfsplanung verpflichtend eingeführt.

Herr Ulrich: Unabhängig von dieser gesetzlichen Verpflichtung hat die Verbandsgemeinde Altenahr

Herr Ulrich: aber nach der Flut und das schon vor der Novelle des Gesetzes entschieden,

Herr Ulrich: dass es aufgrund der massiven Schäden, die wir erlitten haben, sinnvoll wäre,

Herr Ulrich: dass wir den Brandschutz für DAS planen mal durch ein Gutachterbüro.

Herr Ulrich: Es gibt Büros, die sich darauf spezialisiert haben, Brandschutzbedarfspläne

Herr Ulrich: für Feuerwehren zu erstellen.

Herr Ulrich: Und eines solchen Büros haben wir uns dann bedient und die haben uns dann den

Herr Ulrich: Brandschutzbedarfsplan erstellt.

Herr Ulrich: Was ist im Wesentlichen der Brandschutzbedarfsplan? Dann im Brandschutzbedarfsplan

Herr Ulrich: wird eine Risikoanalyse am Ende des Tages für die Verbandsgemeinde Altna erstellt

Herr Ulrich: und wird geguckt, welche Gefahren haben wir, in welchem Ausmaß,

Herr Ulrich: und wie muss nach geltendem Recht, also es gibt ja Normen, Vorschriften,

Herr Ulrich: Gesetze, die dann sagen, bei der

Herr Ulrich: und der Gefahr müssen wir das und das vorhalten, also quasi die Gefahr.

Herr Ulrich: Wird auf das Risiko angepasst, wie viel Feuerwehr darf es denn sein.

Herr Ulrich: Und auf dieser Grundlage wird halt der Brandschutzbedarfsplan erstellt und das.

Herr Ulrich: Ist im Prinzip unsere Maßgabe, auf den wir unseren Wiederaufbau ausrichten.

Herr Ulrich: Welche Auswirkungen hat das auf den Wiederaufbau? Grundsätzlich kann man schon

Herr Ulrich: sagen, dass der Brandschutzbedarfsplan zur Folge hat, dass wir unsere Feuerwehr,

Herr Ulrich: besser aufstellen müssen.

Herr Ulrich: Als das vorher vor dem Ereignis der Fall war. Aber im Speziellen auf die Gebäude hat das,

Herr Ulrich: direkten Einfluss, dass wir beispielsweise an den Standorten,

Herr Ulrich: wo wir vorher einen Stellplatz hatten, was beispielsweise Lies,

Herr Ulrich: Rechmeiß, Schaus, Kreuzberg betrifft,

Herr Ulrich: mit zwei Stellplätzen pro Fahrzeughalle wieder aufbauen.

Herr Ulrich: Also das ist ein direkter Ausfluss aus dem Brandschutzbedarfsplan.

Herr Ulrich: Generell ist aus dem Brandschutzbedarfsplan resultiert, dass wir unsere Feuerwehren

Herr Ulrich: an vielen Stellen nochmal ein bisschen nachschärfen müssen, dass wir nochmal

Herr Ulrich: bestimmte Materialien mehr vorhalten müssen, als wir das vorher getan haben,

Herr Ulrich: dass wir die Fahrzeugausstattung nochmal anpassen, dass wir generell,

Herr Ulrich: die Fahrzeugverteilung in der Verbandsgemeinde uns nochmal angesehen haben.

Herr Ulrich: Das sind alles verschiedene Einflüsse, die aus dem Brandschutzbedarfsplan resultieren,

Herr Ulrich: die am Ende des Tages auch direkten Einfluss auf den Wiederaufbau der Gebäude haben.

Herr Ulrich: Weil wir können natürlich nur zwei Fahrzeuge an einem Standort positionieren,

Herr Ulrich: wenn wir auch die entsprechenden Stelleplätze zur Verfügung haben.

Herr Ulrich: Also bedingt das eine das andere.

Herr Ulrich: Und so ist es quasi dazu gekommen.

Marianne: Dann lassen Sie uns jetzt mal auf die Wiederaufbaumaßnahmen schauen.

Marianne: Wie Sie schon erwähnt hatten, waren die meisten Feuerwehrhäuser nach der Flut

Marianne: komplett zerstört und nicht mehr nutzbar.

Marianne: Zwei Feuerwehrhäuser konnten ja bereits saniert werden, das hatten Sie ja eben auch schon erwähnt.

Marianne: Eine der Maßnahmen wurde so wiederhergestellt, dass sie bis zur Fertigstellung

Marianne: des Neubaus genutzt werden kann, als quasi Interimslösung.

Marianne: Von welchen Maßnahmen sprechen wir hier? Vielleicht können Sie es nochmal kurz

Marianne: in zwei, drei Sätzen zu veranfassen.

Herr Ulrich: Genau. Also wir haben einmal das Feuerwehrhaus Dernau, wie ich eben sagte,

Herr Ulrich: ist im Prinzip fast fertiggestellt.

Herr Ulrich: Da gibt es noch Restarbeiten an der Fassade zum rechten Nachbarn hin und den

Herr Ulrich: Anschluss an das Ortswärmenetz wird in Zukunft noch hergestellt,

Herr Ulrich: was ich auch für sehr wichtig halte.

Herr Ulrich: Also wenn man sich jetzt in der Ortsgemeinde entscheidet, so ein Ortswärmenetz

Herr Ulrich: herzustellen, dann ist für mich selbstredend,

Herr Ulrich: dass die Feuerwehr natürlich auch sich daran anschließt, um da einen möglichst,

Herr Ulrich: resilienten Wiederaufbau auch sicherzustellen, auch im Bestand.

Herr Ulrich: Wir haben ja wie gesagt ein Bestandsgebäude, was saniert wurde.

Herr Ulrich: Das Feuerhauser Brück, die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen,

Herr Ulrich: die sind auch schon lange abgeschlossen.

Herr Ulrich: Die waren glaube ich im Jahr 2023 schon abgeschlossen. Da ist der Estrich nochmal

Herr Ulrich: rausgekommen, sind neue Böden reingekommen etc., weil halt einfach Wasser drin stand.

Herr Ulrich: Da hatten wir aber Gott sei Dank keine so derben Schäden, dass wir da an die

Herr Ulrich: Substanz des Gebäudes mussten. Also es konnte halt relativ schnell reguliert werden.

Herr Ulrich: Und das Feuerwehrhaus Lias war halt nicht ganz zerstört und durch ein paar Arbeiten

Herr Ulrich: konnte man das wiederherstellen, sodass man es zumindest interimsmäßig wieder nutzen kann.

Herr Ulrich: Aber für eine Dauernutzung wäre eine Sanierung nicht wirtschaftlich gewesen,

Herr Ulrich: weshalb es auch hier ganz klar zum Neubau tendiert und hinzu kommt,

Herr Ulrich: dass die Unterkunft natürlich auch,

Herr Ulrich: ich weiß nicht genau aus welchem Jahr sie gebaut wurde, aber ich würde mal sagen,

Herr Ulrich: um die 1970er Jahre, wir da von den Ansprüchen, die wir da an Sicherheitsvorschriften, Normungen etc.

Herr Ulrich: Natürlich auch einen ganz anderen Anspruch haben, wie wir das in neuem Gebäude

Herr Ulrich: haben und auch in die Zukunft gedacht.

Herr Ulrich: 2031 bekommt auch die Feuerwehr Lias ein neues Feuerwehrfahrzeug,

Herr Ulrich: was dann schon nicht mehr in die alte Halle hätte reingepasst.

Herr Ulrich: Also waren wir da auch im Zugzwang und bauen deshalb dort neu auf.

Marianne: Stichpunkt Nahwärme. Wie auch bei allen anderen Maßnahmen wird im Wiederaufbau

Marianne: ja darauf geachtet, dass alles

Marianne: resilienter, moderner und vor allem nachhaltiger wieder aufgebaut wird.

Marianne: Der Anschluss an ein Nahwärmenetz ist hier ein wichtiger Schritt.

Marianne: Welche weiteren Verbesserungen werden denn mitgedacht?

Herr Ulrich: Ja, also in der Regel bauen wir gerade bei den A-Anliegerhäusern so,

Herr Ulrich: dass wir die Haustechnik schon mal grundsätzlich ins Obergeschoss bauen.

Herr Ulrich: Dass wir halt sagen, okay, im Erdgeschoss Haustechnik macht keinen Sinn,

Herr Ulrich: sobald wir da auch nur 10 cm Wasser im Gebäude haben, wird die Technik dort

Herr Ulrich: Schaden nehmen, deshalb,

Herr Ulrich: gehen wir da schon mal ganz von weg Haustechnik ins Erdgeschoss zu bauen und

Herr Ulrich: bauen da schon mal grundsätzlich die Technik ins erste Geschoss.

Herr Ulrich: Das ist quasi ein wichtiger Punkt. Dann sind wir dazu übergegangen,

Herr Ulrich: dass die Fahrzeughallen.

Herr Ulrich: So gebaut sind, dass sie im Prinzip überflutet werden können und ich sag das

Herr Ulrich: jetzt mal so ein bisschen platt, dass man im Prinzip danach einmal mit dem Kärscher

Herr Ulrich: durchgehen kann und dann ist die Fahrzeughalle wieder nutzbar.

Herr Ulrich: Wenn man dann nochmal mit einem Eimer Farbe hinterher geht, dann sind wir im

Herr Ulrich: Prinzip wieder im Ursprungszustand.

Herr Ulrich: Bedeutet, dass die Steckdosen alle nicht so in Sockelhöhe 30 cm angebracht sind,

Herr Ulrich: sondern erst ab einem Meter Höhe.

Herr Ulrich: Bedeutet, dass man spezielle Bodenversiegelungen hat, dass man kein Estrich rausnehmen muss.

Herr Ulrich: Dass spezielle Heizungsanlagen, die dann eher von der Decke Wärme abstrahlen,

Herr Ulrich: als dass man das irgendwie bei Fußbodenheizung oder Radiatoren an den Wänden realisiert.

Herr Ulrich: Solche Dinge. Und dann die,

Herr Ulrich: Trennung zwischen den Sozialtrakten und den Fahrzeughallen halt so gestaltet,

Herr Ulrich: Dass man die Sozialtrakte halt mit solchen Hochwasserschotts quasi gegen eine

Herr Ulrich: gewisse Höhe an Wasser abschotten kann.

Herr Ulrich: Das sind so die Planungen, die wir grundsätzlich da verfolgen.

Marianne: Sie haben ja eben schon erzählt, Dernau und Abrück sind fast abgeschlossen oder soweit abgeschlossen.

Marianne: In den anderen Orten befinden sich die Maßnahmen in anderen Phasen des Wiederaufbaus.

Marianne: Was ist denn dort der aktuelle Stand?

Herr Ulrich: Wir haben verschiedene Projekte, die jetzt parallel anlaufen oder in der Planung sind.

Herr Ulrich: Am weitesten fortgeschritten sind wir tatsächlich aktuell in Lias.

Herr Ulrich: Da sind die Planungen abgeschlossen, der Bauantrag liegt vor.

Herr Ulrich: Und sind dort quasi gerade in der Ausschreibungsphase, dass,

Herr Ulrich: ein Bauunternehmer dann quasi am Ende des Tages beauftragt wird,

Herr Ulrich: um das Projekt dann zu realisieren.

Herr Ulrich: Ich bin dort guter Dinge, dass wir im Laufe des Jahres in Dias noch einen Spatenstich

Herr Ulrich: machen und dann dort beginnen.

Herr Ulrich: Selbiges gilt im Prinzip für die Feuerwehr Kreuzberg. Auch hier sind die Planungen,

Herr Ulrich: weitestgehend abgeschlossen, der Bauantrag liegt vor und die Ausschreibungen,

Herr Ulrich: für die Ausführung sind in Vorbereitung.

Herr Ulrich: Also da gehe ich jetzt nicht davon aus, dass wir noch dieses Jahr starten,

Herr Ulrich: aber ich denke mal so ein realistischer Ansatz wäre erstes Quartal nächstes

Herr Ulrich: Jahr, Spatenstich würde ich als realistisch ansehen.

Herr Ulrich: Bei der Feuerwehr in Rech ist auch der Bauantrag gestellt.

Herr Ulrich: Hier haben wir allerdings die Besonderheit, dass das Feuerwehrhaus abhängig

Herr Ulrich: von mehreren Wiederaufbaumaßnahmen ist, weshalb ich hierzu jetzt nicht so viel

Herr Ulrich: sagen kann, weil da verschiedene Problematiken ineinander spielen,

Herr Ulrich: wo man noch nicht so genau abschätzen kann, welchen Lauf das nimmt.

Herr Ulrich: Und grundsätzlich sind aber hier auch die Bauantragsplanungen abgeschlossen,

Herr Ulrich: sodass der Bauantrag gestellt wurde.

Herr Ulrich: Wir sind aber da, wie gesagt, von einigen Playern abhängig, was dann eine Prognose

Herr Ulrich: halt sehr, sehr unsicher macht.

Herr Ulrich: Dann haben wir.

Herr Ulrich: Unser mit Sicherheit größtes Projekt, was wir haben,

Herr Ulrich: den Neubau der Feuerwache in Altenahrhr, was ja unsere Stützpunktfeuerwehr ist.

Herr Ulrich: Da wurde ja im, nennen wir es mal Ortskern, Altner, das Autohaus Mönch gekauft.

Herr Ulrich: Dort sollen die Abbrucharbeiten des jetzigen Autohauses bis März 2027 abgeschlossen sein.

Herr Ulrich: Geplant sind dann dort eine Fahrzeughalle mit insgesamt acht Stellplätzen.

Herr Ulrich: Wir haben geplant einen zweigeschossigen Verwaltungstrakt, wo sich im Erdgeschoss,

Herr Ulrich: die Werkstattbereiche befinden, wie Atemschutzwerkstatt, Schlauchwerkstatt.

Herr Ulrich: Die ganze Materialvorhaltung, Kleiderkammer der Verbandsgemeinde.

Herr Ulrich: Das ist also alles gebündelt in Altenahr. Das haben wir nicht durch die Verbandsgemeinde geteilt.

Herr Ulrich: Daher auch dieses Stützpunkt-Feuerwehr-Prinzip, weil Altenahr auch der geografische

Herr Ulrich: Mittelpunkt am Ende des Tages der Verbandsgemeinde ist und von da das eigentlich

Herr Ulrich: für alle gut zu erreichen ist.

Herr Ulrich: Hier haben wir auch unseren hauptamtlichen Gerätewacht, der dort tätig ist und

Herr Ulrich: die ganzen Werkstätten dort betreut.

Herr Ulrich: Im ersten Obergeschoss werden dann Schulungsräume für Aus- und Fortbildung vorgehalten,

Herr Ulrich: aber auch Stabsräume werden doch zukünftig eingerichtet.

Herr Ulrich: Das heißt, wenn wir zukünftig nochmal eine größere Lage haben,

Herr Ulrich: unabhängig von dem Hochwasser oder ob da dann Vegetationsbrand ist oder,

Herr Ulrich: oder, oder, können halt Einsatzlagen von dort geführt werden.

Herr Ulrich: Der Stabsraum soll so ausgestaltet werden, dass also der Stab der Einsatzleitung

Herr Ulrich: der Feuerwehr und der Verwaltungsstab der Verbandsgemeinde dort nebeneinander

Herr Ulrich: im Prinzip gespiegelten Räumen.

Herr Ulrich: Ihre Arbeit verrichten können.

Herr Ulrich: Und ein sehr wichtiges Thema, eigentlich das Herzstück jeder Feuerwehr,

Herr Ulrich: von wo aus die Einsätze sind.

Herr Ulrich: Am Ende des Tages geleitet werden die Feuerwehreinsatzzentrale für die gesamte

Herr Ulrich: Verbandsgemeinde Altna, die auch ins neue Feuerwehrhaus Altna wieder mit einzieht.

Herr Ulrich: Ich sagte ja eben schon mal, unsere hauptamtliche Gerätewacht ist auch in Altenahrhr

Herr Ulrich: tätig, daher kommt natürlich auch ein großzügiger Servicehof dazu, dass,

Herr Ulrich: die umliegenden Feuerwehren dort halt anfahren können und dann mit Unterstützung

Herr Ulrich: des Gerätewachtes ihre Dinge dort erledigen können und ja,

Herr Ulrich: so ist da der aktuelle Sachstand.

Marianne: Können Sie noch kurz was zu Maischhaus sagen?

Herr Ulrich: Maischoss, genau, fast vergessen.

Herr Ulrich: Dort ist ja das Gelände des ehemaligen Schleckers am Waagplatz gekauft worden

Herr Ulrich: und der ehemalige Schlecker ist abgerissen worden, das ist Stand jetzt.

Herr Ulrich: Hier beginnen wir gerade mit der Planung des Feuerwehrhauses.

Herr Ulrich: Besonderheit ist hier, dass das Feuerwehrhaus zusammen mit der Ortsgemeinde,

Herr Ulrich: also quasi ein gemeinsames Projekt mit Feuerwehr und Ortsgemeinde zu einem Feuerwehrhaus

Herr Ulrich: und Dorfgemeinschaftshaus errichtet werden soll.

Herr Ulrich: Hier haben wir auch ein paar Herausforderungen, damit das Feuerwehrhaus an dieser

Herr Ulrich: Stelle gebaut werden kann.

Herr Ulrich: Müssen da infrastrukturell noch einige Sachen geschehen, sodass da Straßen verlegt

Herr Ulrich: werden müssen, Hauptwasserleitungen verlegt werden müssen, was natürlich einen,

Herr Ulrich: erhöhten Tiefbauaufwand quasi mit sich zieht.

Herr Ulrich: Wovon ich ausgehe, dass uns das Projekt Maischoss von allen genannten Projekten

Herr Ulrich: auf jeden Fall noch eine längere Zeit beschäftigen wird.

Marianne: Neubau beinhaltet ja auch, dass es Neuerungen geben wird, nicht nur äußerlich.

Marianne: Wie werden sich diese denn in der Arbeit der Feuerwehr zukünftig zeigen?

Herr Ulrich: Also grundsätzlich bleibt die Arbeit der Feuerwehr gleich, weil unabhängig von

Herr Ulrich: der Gebäudeinfrastruktur werden die Feuer trotzdem gleich brennen und wir werden

Herr Ulrich: sie auch in der sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch weiterhin mit Wasser löschen.

Herr Ulrich: Also möchte ich sagen, hat es, ich sag jetzt mal für die direkte und Hauptaufgabe

Herr Ulrich: der Feuerwehr eigentlich keinen direkten Einfluss.

Herr Ulrich: Was man natürlich schon sagen kann, ist, dass der ganze Ablauf von neuen und

Herr Ulrich: modernen Gebäuden natürlich profitieren wird.

Herr Ulrich: Wir haben gerade jetzt am Interimstandort Altna das Problem,

Herr Ulrich: dass die ganzen Werkstattbereiche, die Feuerereinsatzzentrale ist alles in Interimslösungen.

Herr Ulrich: Untergebracht, Was natürlich den normalen Ablauf und auch mit Sicherheit die

Herr Ulrich: Qualität der einen oder anderen Arbeit deutlich einschränkt.

Herr Ulrich: Und das ist natürlich ein Punkt, der wird natürlich mit dem Neubau der Feuerwehrhäuser vollkommen,

Herr Ulrich: wieder ausgehebelt, sodass wir da immer 100% wieder geben können und da auch

Herr Ulrich: alles wieder in seine geregelten Bahnen geht.

Herr Ulrich: Das wird so der Hauptstand sein.

Herr Ulrich: Weiterhin muss man natürlich sagen, wie ich eben schon mal sagte,

Herr Ulrich: die meisten der Feuerwehrhäuser stammen wahrscheinlich aus den 1970er Jahren.

Herr Ulrich: Und gerade was das Thema Arbeitsschutz, Hygienevorschriften oder auch das Thema

Herr Ulrich: Schwarz-Weiß-Trennung oder auch Frauen bei der Feuerwehr war 1970 noch kein

Herr Ulrich: Thema, ist heute ein großes Thema.

Herr Ulrich: So dass wir in den neuen feuerwehrhäusern natürlich grundsätzlich mit getrennten

Herr Ulrich: umkleidebereichen arbeiten für,

Herr Ulrich: männer und frauen was in den alten feuerhäusern undenkbar war also da hat sich

Herr Ulrich: zu dem zeitpunkt noch keiner keiner gedanken darüber gemacht haben wir,

Herr Ulrich: wird in den neuen ja bei der neubauten grundsätzlich berücksichtigt und.

Herr Ulrich: Thema Arbeitsschutz ist ein Riesenthema. Wir haben überall die Möglichkeit,

Herr Ulrich: eine vernünftige Schwarz-Weiß-Trennung zu machen.

Herr Ulrich: Das heißt, wir kommen durch den Verwaltungstrakt ins Feuerwehrhaus,

Herr Ulrich: ziehen uns unsere saubere Einsatzkleidung an, fahren damit in den Einsatz,

Herr Ulrich: kommen dann im Einsatz mit schädlichen Stoffen wie beispielsweise Brandrauch

Herr Ulrich: in Kontakt, fahren wieder nach Hause und können die,

Herr Ulrich: dreckige Kleidung in einem Schwarzbereich ablegen, gehen dann durch eine Schleuse

Herr Ulrich: durch, wo man sich duschen kann, sauber machen, waschen kann,

Herr Ulrich: wie auch immer, wieder in den Weißbereich und haben also so,

Herr Ulrich: die Gefahr der Kontaminationsverschleppung im Prinzip gebannt, also,

Herr Ulrich: machen da wirklich einen riesen Fortschritt beim Thema Hygiene und Gesundheitsschutz.

Herr Ulrich: Wie ich eben schon mal sagte, die Wehrfähigkeit grundsätzlich der Feuerwehr

Herr Ulrich: ist natürlich jetzt auch schon gegeben.

Herr Ulrich: Durch die Infrastruktur der Feuerwehrhäuser können wir aber dann unser Fahrzeugkonzept auch,

Herr Ulrich: quasi in Vollendung durchsetzen, sodass wir die Fahrzeugverschiebungen durch

Herr Ulrich: die Verbandsgemeinde vornehmen können und auch die zusätzlichen Fahrzeugbeschaffungen,

Herr Ulrich: die noch ausstehen, quasi durchführen können, um dann am Ende des Tages mit Abschluss der,

Herr Ulrich: Bauarbeiten dann auch den Endstand,

Herr Ulrich: der Feuerwehr, so wie es im Brandschutzbedarfsplan vorgesehen ist, dann erreichen werden.

Herr Ulrich: In diesem Zusammenhang lohnt es sich vielleicht noch zu erwähnen,

Herr Ulrich: dass wir bei der Feuerwehreinsatzzentrale schon kürzlich auf eine Neuerung stoßen werden, da,

Herr Ulrich: die Fertigstellung des Feuerwehrausers Altner ja sicherlich noch im Bereich von 2, 3, 4 Jahren liegt.

Herr Ulrich: Und die Interimslösung Feuerwehreinsatzzentrale ja doch sehr beengt aktuell ist,

Herr Ulrich: werden wir jetzt dazu übergehen, nochmal in einem größeren Container die neue

Herr Ulrich: Technik, die bereits für das neue Feuerwehrhaus vorgesehen ist,

Herr Ulrich: nochmal interimsmäßig in,

Herr Ulrich: zwei Containern unterzubringen, so dass wir, was die Feuerwehreinsatzzentrale

Herr Ulrich: angeht, schon deutlich früher technisch wieder auf neuestem Stand sind.

Herr Ulrich: Und wenn das neue Feuerwehrhaus dann gebaut ist, werden wir mit der neuen Technik

Herr Ulrich: dann auch ins neue Gebäude umziehen.

Herr Ulrich: Diese Maßnahme ist aber einfach notwendig, um den Anforderungen an der Feuerwehr,

Herr Ulrich: die wir aktuell haben, auch gerecht werden zu können. Deshalb können wir damit

Herr Ulrich: nicht so lange warten, bis der Bau des Feuerwehrhauses abgeschlossen ist.

Marianne: Zum Abschluss, wenn wir fünf Jahre in die Zukunft schauen, wo soll die Feuerwehr

Marianne: Altenahr dann stehen? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Ulrich: Ja, ich wurde 2024 auf zehn Jahre als Wehrleiter gewählt.

Herr Ulrich: Nach fünf Jahren in die Zukunft sind wir bei sieben Jahren, die ich bis dahin Wehrleiter bin.

Herr Ulrich: Ich hoffe, dass wir die Wiederaufbauprojekte bis dahin weitestgehend abgeschlossen haben.

Herr Ulrich: Wie gesagt, Maischoss und Recht kann ich noch nicht so genau einschätzen,

Herr Ulrich: aber ich hoffe, dass wir das auch innerhalb der nächsten fünf Jahre erledigt

Herr Ulrich: haben werden, sodass ich die letzten drei Jahre bei der Wehrleiterzeit vielleicht

Herr Ulrich: noch in einer neuen Gebäudeinfrastruktur,

Herr Ulrich: verbringen darf.

Herr Ulrich: Die Herausforderungen werden sicherlich sein. Ich habe gestern beispielsweise,

Herr Ulrich: das Feuerwehrhaus in Kesseling, was nichts mit dem Wiederaufbau zu tun hatte,

Herr Ulrich: an die Kollegen mit dem Bürgermeister Dominik Gieler übergeben,

Herr Ulrich: wo das Neubauprojekt jetzt abgeschlossen ist und ich würde mal sagen, ohne Flut.

Herr Ulrich: Kommt so ein Neubau eines Feuerwehrhauses

Herr Ulrich: und auch die ganze Planung vielleicht alle 20 Jahre mal vor?

Herr Ulrich: Würde ich so aus meiner Lebenserfahrung und auch aus dem, was in der Verbandsgemeinde

Herr Ulrich: so in den letzten Jahren an Feuerwehrhäusern neu gebaut wurde,

Herr Ulrich: würde ich sagen, so zwischen 10 und 20 Jahre.

Herr Ulrich: Liegt so die Wahrheit. Und die Herausforderung ist, dass wir jetzt fünf Häuser

Herr Ulrich: im Wiederaufbau komplett neu bauen und auch das eine oder andere Projekt noch

Herr Ulrich: dazu kommt, was nichts mit dem Wiederaufbau zu tun hat.

Herr Ulrich: Und die ganzen Planungen sind sehr, sehr zeitintensiv, es müssen sehr,

Herr Ulrich: sehr viele Dinge bedacht werden und,

Herr Ulrich: das alles in einem Ehrenamt unterzubringen, aber das auch alles in der hauptamtlichen

Herr Ulrich: Verwaltung zu platzieren und um dem Thema auch,

Herr Ulrich: mit immer größeren Herausforderungen der Feuerwehr, den wir uns stellen durch

Herr Ulrich: Klimawandel, durch Krieg in Europa, aber durch,

Herr Ulrich: Dinge, die halt aktuell in der Welt so passieren, dem gerecht zu werden,

Herr Ulrich: das wird definitiv die größte Herausforderung, die wir vor uns haben.

Marianne: Zum Abschluss bitte ich alle Gäste einmal, den Satz, das wird,

Marianne: das ist ja der Kampagnen-Claim, mit den ersten Worten oder dem ersten Halbsatz

Marianne: zu beenden, der Ihnen dazu einfällt.

Herr Ulrich: Das wird sicherlich anstrengend, aber am Ende wird es gut.

Marianne: Super, dann danke ich Ihnen, Herr Ullrich.

Herr Ulrich: Sehr gerne.

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