Das wird besser.
Shownotes
Im Gespräch mit Marion Schnitzler, Schulleiterin der Ahrtalschule Realschule plus, über den Wiederaufbau der einzigen weiterführenden Schule in der Verbandsgemeinde Altenahr: Wie blicken Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Schulleitung auf die vergangenen Jahre zurück und was erwartet sie im neuen Schulgebäude? Wir sprechen über die Herausforderungen des Schulalltags nach der Flut, den aktuellen Stand der Planungen und die Mehrwerte, die der Wiederaufbau für die Bildung der Zukunft bietet. Außerdem geht es um die Wünsche und Hoffnungen der Schulgemeinschaft und die besondere Bedeutung von Schule als Ort des Lernens, der Begegnung und des Zusammenhalts.
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Marianne Schneider: In der Verbandsgemeinde tut sich weiterhin im Wiederaufbau viel.
Marianne Schneider: Besonders wichtig sind dabei die Kitas und Schulen, die von der Flut betroffen
Marianne Schneider: waren und nun Schritt für Schritt neu geplant und aufgebaut werden.
Marianne Schneider: Dazu gehören unter anderem die Grundschule in Dernau und Altenaam sowie die
Marianne Schneider: einzige weiterführende Schule der Verbandsgemeinde, die Ahrtalschule Realschule Plus.
Marianne Schneider: Warum ist das so wichtig? Weil Schulen und Kitas weit mehr sind als Orte zum
Marianne Schneider: Lernen und zur Betreuung.
Marianne Schneider: Sie sind Treffpunkte, Orte der Gemeinschaft und des Zusammenhalts.
Marianne Schneider: Hier verbringen Kinder und Jugendliche einen Großteil ihres Alltags,
Marianne Schneider: knüpfen Freundschaften und finden Orientierung und Stabilität.
Marianne Schneider: Deshalb möchten wir heute einen genaueren Blick auf die Realschule Plus werfen,
Marianne Schneider: die aktuell rund 210 Schülerinnen und Schüler aus der Verbandsgemeinde begleitet.
Marianne Schneider: Wie läuft der Wiederaufbau? Welche Herausforderungen gibt es?
Marianne Schneider: Und worauf können sich die Schülerinnen und Schüler künftig freuen?
Marianne Schneider: Darüber sprechen wir heute mit Schulleiterin Frau Schnitzler.
Marianne Schneider: Herzlich willkommen, schön, dass Sie bei uns sind.
Marion Schnitzler: Ja, danke schön. Wie in Ihrer Anmoderation bereits erwähnt, mein Name ist Marion Schnitzler.
Marion Schnitzler: Ich bin seit Juli 2021 Rektorin der Ahrtal Schule Realschule plus Altena und
Marion Schnitzler: kam aber bereits 2019 im Juli als kommissarische Schulleiterin nach Altenburg.
Marion Schnitzler: Selbst habe ich studiert Biologie und Chemie, die beiden Fächer,
Marion Schnitzler: und bin dann nach und nach in Schulleitung gewechselt.
Marion Schnitzler: Und gemeinsam mit dem Kollegium und einem starken Schulleitungsteam versuche
Marion Schnitzler: ich seit der Flut die Schule zu erhalten und den Wiederaufbau nach der Flut zu wuppen.
Marianne Schneider: Lassen Sie uns direkt mit einem Blick in die Zukunft starten.
Marianne Schneider: Wie weit ist denn der Wiederaufbau des alten Schulgeländes?
Marion Schnitzler: Wenn Sie mal vor Ort waren, sehen Sie, dass schon einiges läuft,
Marion Schnitzler: aber nicht unbedingt jetzt. Bei uns im Schulgebäude ist es nicht so auffällig.
Marion Schnitzler: Also auffälliger ist, glaube ich, die Turnhalle.
Marion Schnitzler: Ja, da ist der Rohbau planmäßig abgeschlossen und der Bau verläuft ganz planmäßig
Marion Schnitzler: und man kann ja wirklich schon sehen, dass es da vorangeht.
Marion Schnitzler: Bei uns im Schulgebäude ist der Abriss erfolgt. Was man nicht sehen kann,
Marion Schnitzler: die Schadstoffe wurden beseitigt.
Marion Schnitzler: Die Haustechnik ist in Vorbereitung.
Marion Schnitzler: Es geht sichtbar voran, aber es ist halt mehr innen, wo was passiert,
Marion Schnitzler: wenn mal die Fenster kommen und das erneuert wird und sich um diese Dinge gekümmert
Marion Schnitzler: wird. Dann sieht man mehr, dass was kommt.
Marion Schnitzler: Der Fertigstellungstermin ist jedoch noch offen.
Marianne Schneider: So ein Wiederaufbau bietet auch immer die Möglichkeit für Neuerungen.
Marianne Schneider: Was erwartet denn die Schülerinnen und Schüler in der neuen Schule?
Marianne Schneider: Welche Neuerungen und Mehrwerte bringt der Wiederaufbau mit sich?
Marion Schnitzler: Ja, also wir haben uns rangemacht als Kollegium ein neues pädagogisches Konzept zu entwickeln.
Marion Schnitzler: Und zwar haben wir so direkt nach der Flut uns getroffen in Niederzissen,
Marion Schnitzler: damals in der Realschule Plus und hatten da unsere ersten Sitzungen in den Ferien
Marion Schnitzler: vor, Schulstart nach der Flut.
Marion Schnitzler: Und haben damals zumindest, nachdem wir alles erstmal aufgearbeitet hatten und
Marion Schnitzler: uns Gedanken gemacht habt, wie es jetzt weitergehen soll, was können wir überhaupt
Marion Schnitzler: leisten, haben wir uns eine Mission überlegt.
Marion Schnitzler: Und zwar, da ging es darum, eigenständiges Lernen in einem familiären Umfeld
Marion Schnitzler: an dieser einzigartigen Schule.
Marion Schnitzler: Das war so unser Satz, den wir dann zusammen geprägt hatten.
Marion Schnitzler: Dabei unterstützt hat uns ein Team von Bewirken e.V., die kommen aus Lüneburg,
Marion Schnitzler: also Niedersachsen und unterstützen Schulen auf ihrem Weg zur Schulentwicklung.
Marion Schnitzler: Daran mussten wir dann ganz, ganz viel bewerkstelligen und haben uns dann aber.
Marion Schnitzler: Wieder mit bewirken e.V.
Marion Schnitzler: Und dank der Unterstützung, also wir brauchten unbedingt Geld,
Marion Schnitzler: weil diese Ausbildung zu Lernbegleitern, die kostet ziemlich viel Geld und das
Marion Schnitzler: hat uns Global Care gespendet,
Marion Schnitzler: beziehungsweise uns da unterstützt und gefördert und so konnten sechs Kollegen
Marion Schnitzler: und Kolleginnen die Lernbegleiterausbildung in unserer Schule machen.
Marion Schnitzler: Und wir haben dann im Anschluss an diese Ausbildung ein Schulentwicklungsteam,
Marion Schnitzler: gegründet und die Vision ist jetzt, dass die Schule ein guter Lebensraum wird für heute,
Marion Schnitzler: zum Lernen heute und in der Zukunft, damit die Kinder auf lebenslanges Lernen
Marion Schnitzler: vorbereitet werden und die Individualität jedes Kindes berücksichtigt wird.
Marion Schnitzler: Dazu haben wir auch hospitiert an verschiedenen Schulen, an Zukunftsschulen
Marion Schnitzler: und haben ein neues Konzept entwickelt,
Marion Schnitzler: dass Kinder sowohl in einem geschlossenen Arbeitsraum lernen und.
Marion Schnitzler: Da wirklich, also geschlossenen, stillen Arbeitsraum, dass sie da lernen.
Marion Schnitzler: Aber nicht mehr jetzt, ich mache jetzt 45 Minuten Deutsch, 45 Minuten Englisch
Marion Schnitzler: und 45 Minuten Mathe, sondern ich kann mir einteilen, wann ich was erledige
Marion Schnitzler: und wie viel ich auch Übungen zu einem bestimmten Thema mache.
Marion Schnitzler: Jeder bekommt diesen Input, kann dann selbstständig weiterarbeiten und darf
Marion Schnitzler: auch entscheiden, wie viel möchte ich denn von diesen Dingen jetzt bearbeiten.
Marion Schnitzler: Wie viel brauche ich und dann kann ich mich anmelden und kann sagen,
Marion Schnitzler: ich möchte einen sogenannten Gelingensnachweis durchführen.
Marion Schnitzler: Und den gibt es immer auf einem bestimmten Basismodul und einem weiterführenden
Marion Schnitzler: Modul, sodass dann auch so verschiedene Noten so ein bisschen abgebildet werden.
Marion Schnitzler: Aber das Basismodul sollte wirklich jeder schaffen. Und wenn ich sehr gut arbeite,
Marion Schnitzler: dann darf ich auch, dann kann ich mir so Zugänge für draußen.
Marion Schnitzler: Ich darf dann draußen arbeiten, ich darf in ein offenes Arbeitszimmer gehen.
Marion Schnitzler: Und dieses offene Arbeitszimmer ist halt ganz anders gestaltet als ein Klassenraum.
Marion Schnitzler: Da sind Gruppenarbeitstische, da sind schöne Sofas, so Schallschutzsofas.
Marion Schnitzler: Dann sind da so Stellwände, akustische Stellwände, die den Schall ein bisschen
Marion Schnitzler: dämmen, sodass ich mich also da irgendwo zurückziehen kann und ich darf auch
Marion Schnitzler: mich meinetwegen unten auf den Boden setzen, darf da arbeiten.
Marion Schnitzler: Also ich kann frei wählen, wie ich arbeiten möchte, aber das muss ich mir eben
Marion Schnitzler: erarbeiten, in dem ich zeige, ich kann selbstständig arbeiten.
Marion Schnitzler: Und wir wollen, dass die Kinder lernen, wieder ihr Lernen selber in die Hand zu nehmen.
Marianne Schneider: Es gibt dann aber weiterhin klassische Schulzeiten, zu denen dann die Schülerinnen
Marianne Schneider: und Schüler an die Schule kommen müssen.
Marion Schnitzler: Das stimmt, das klingt dann so, als wäre jetzt alles so ins Offene.
Marion Schnitzler: Also unser Unterricht startet dadurch, dass wir immer noch in der Interimslösung in Gelsdorf sind.
Marion Schnitzler: Startet um 8.20 Uhr, weil die Schulbusse praktisch so fahren,
Marion Schnitzler: als würden sie unser Stammhaus immer noch anfahren.
Marion Schnitzler: Dadurch starten wir hier erst um 8.20 Uhr und müssen um 13.30 Uhr beenden.
Marion Schnitzler: Das ist dann unsere ganz normale Schulzeit.
Marion Schnitzler: Und in dieser Schulzeit laufen auch Fächer, die wirklich, also es geht auch
Marion Schnitzler: im 45-Minuten-Takt und wir haben auch Fächer, die, also wie beispielsweise Naturwissenschaften,
Marion Schnitzler: Sport, die laufen wirklich noch in diesem 45-Minuten-Modus.
Marion Schnitzler: Das Einzige ist, in der Klasse 6, 7 und jetzt auch zukünftig eine 8 werden Deutsch,
Marion Schnitzler: Mathe, Englisch und in 7 und 8 auch Gesellschaftslehre, die werden komprimiert.
Marion Schnitzler: Das heißt, da gibt es so Blöcke und da können die Kinder dann in diesen Stunden
Marion Schnitzler: entscheiden, ich mache jetzt Deutsch, Mathe, Englisch, GL.
Marion Schnitzler: Und das dürfen sie selbst entscheiden.
Marianne Schneider: Und wie begleiten das die Lehrer dann? Die haben ja auch verschiedene Schwerpunkte.
Marianne Schneider: Wie erwischt man die dann, die richtigen?
Marion Schnitzler: Die richtigen Lehrer, also ich habe natürlich immer, wenn ich Mathe habe,
Marion Schnitzler: sind beispielsweise die Mathelehrer da.
Marion Schnitzler: Wenn ich Deutsch habe, habe ich die Deutschlehrer da und dann habe ich auch
Marion Schnitzler: meinen Klassenlehrer und die Lehrer sollen mit den Schülern und sind auch ausgebildet
Marion Schnitzler: zu Coaching-Gespräche machen und fragen.
Marion Schnitzler: Wo stehst du? Wie kommst du zurecht? Wo hast du noch Probleme?
Marion Schnitzler: Und das halt dann praktisch eine Verbindung schaffen zwischen den Lehrern,
Marion Schnitzler: den Fachlehrern und den Schülern. Und dann immer gucken, wie kann der Schüler
Marion Schnitzler: optimal begleitet werden, damit er wirklich seinen optimalen Lernerfolg hat.
Marianne Schneider: Das heißt, die neue Ahrtal Schule, Realschule Plus, die wird schon anders aussehen als die alte?
Marion Schnitzler: Das wird ein bisschen anders. Also wir werden auch nicht mehr so diese so richtig,
Marion Schnitzler: klassische Klassenräume haben, sondern wir haben schon noch so Heimstätten für
Marion Schnitzler: die Schüler und auch noch stille Arbeitsräume.
Marion Schnitzler: Und jeder hat seinen Arbeitsplatz, seinen festen Platz, aber,
Marion Schnitzler: wir werden auch Lernumgebungen haben, wir werden auch offene Arbeitsbereiche
Marion Schnitzler: haben, wo die Schüler wirklich mal auch selbstständig arbeiten dürfen und ohne,
Marion Schnitzler: dass sie da immer so im Klassenverband sind.
Marion Schnitzler: Also es wird nicht nur den Klassenverband geben, der wird aber auch nicht vollkommen weg sein.
Marianne Schneider: Und Sie hatten eben, vorab, bevor die Aufnahme gestartet ist,
Marianne Schneider: schon erwähnt, es wird da eine Gesamtschule oder eine Ganztagsschule geben.
Marion Schnitzler: Ja, genau.
Marianne Schneider: Wie kann man sich das dann vorstellen?
Marion Schnitzler: Also das heißt, wir hatten den Antrag gestellt letztes Jahr,
Marion Schnitzler: dass wir Ganztagsschule in Angebotsform werden. Wir hatten ja jetzt schon immer
Marion Schnitzler: eine Nachmittagsbetreuung.
Marion Schnitzler: Die haben wir aus unseren eigenen Ressourcen gestemmt. Aber wir werden nicht
Marion Schnitzler: immer genügend Stunden bekommen, um das alles so zu stemmen.
Marion Schnitzler: Und deswegen haben wir uns gesagt, also es gibt Eltern, die haben den Bedarf,
Marion Schnitzler: unbedingt ihre Kinder nachmittags unterbringen zu müssen.
Marion Schnitzler: Und deshalb möchten wir allen die Chance geben, ihr Kind an einer Schule anzumelden,
Marion Schnitzler: dass das Kind auch für die Nachmittagsbetreuung einen Platz findet und da gut aufgehoben ist.
Marion Schnitzler: Und wir machen dann an zwei Tagen gibt es eine Förderung. Einmal einen Tag in
Marion Schnitzler: Deutsch, einen Tag in Mathe. Da müssen auch manche teilnehmen,
Marion Schnitzler: die einfach den Förderbedarf haben.
Marion Schnitzler: Und ansonsten bieten wir eine Hausaufgabenbetreuung mit Kollegen,
Marion Schnitzler: mit Fachkollegen an, die dann also auch unterstützen, die dann vor Ort sind.
Marion Schnitzler: Aber die Kinder sollen ja eigentlich ermächtigt, ertüchtigt werden,
Marion Schnitzler: selbstständig die Aufgaben zu bearbeiten.
Marion Schnitzler: Und dann gibt es natürlich auch zweimal AG-Angebote, sodass die Kinder also
Marion Schnitzler: auch an zwei Nachmittagen irgendeinem Hobby, das sie interessiert, da nachgehen können.
Marion Schnitzler: Beispielsweise haben wir eine Reit-AG und dann ist ja so ein Ganztagsangebot,
Marion Schnitzler: ist ja dann auch kostenfrei, da muss ich dann nichts bezahlen und da dürfen
Marion Schnitzler: dann die Kinder teilnehmen.
Marion Schnitzler: Und dann haben wir zwischendrin das Mittagessen, 13.30 Uhr, so bis 14.00 Uhr,
Marion Schnitzler: 14.15 Uhr wird das Mittagessen sein.
Marion Schnitzler: Und im Anschluss können dann die Kinder sich auch noch ein bisschen frei bewegen
Marion Schnitzler: auf dem Schulhof und dann halt in das Nachmittagsangebot gehen.
Marion Schnitzler: Und wir hatten jetzt schon länger ein Nachmittagsangebot, was halt schade ist.
Marion Schnitzler: Sie müssen wirklich an vier Tagen angemeldet sein, jetzt mit dem Ganztagsangebot.
Marion Schnitzler: Und vorher war das so, ich kann mir jeden Tag aussuchen, wann ich kommen möchte und wann nicht.
Marion Schnitzler: Und das ist halt jetzt nicht mehr.
Marianne Schneider: Das heißt, Sie sind dann schon gebunden, wenn Sie sich anmelden für den Ganztagsunterricht,
Marianne Schneider: müssen Sie da auch jeden Tag dabei sein.
Marianne Schneider: Gut, es klingt auf jeden Fall nach einem modernen Bildungssystem,
Marianne Schneider: also nach einer modernen Idee, wie man Schule umsetzen kann.
Marianne Schneider: Wie lief denn die Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde? Konnten Sie in der
Marianne Schneider: Entwicklung des Ganzen, der neuen Schule, konnten Sie da von Seiten des Kollegiums
Marianne Schneider: oder auch die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen mit einbringen?
Marion Schnitzler: Also wir haben es so gemacht, dass wir einen Workshop hatten wir wirklich mit
Marion Schnitzler: Eltern, Lehrern und Schülern. Die Resonanz war nicht sehr groß,
Marion Schnitzler: aber da durften sie sich mit einbringen.
Marion Schnitzler: Und das war damals mit bewirken e.V., das war auch in Kalmborn,
Marion Schnitzler: also dann einen Tag frei haben oder wirklich einen Tag sich für die Schule einsetzen,
Marion Schnitzler: das fällt dann schon schwer, die Entscheidung zu treffen, also da kamen
Marion Schnitzler: jetzt nicht so viele Schüler, aber es kamen Eltern und Schüler und,
Marion Schnitzler: es gab einen Workshop von der Verbandsgemeinde zum Wiederaufbau und da waren
Marion Schnitzler: vor allen Dingen die Schüler gefragt und nicht die Lehrer, also da standen wirklich
Marion Schnitzler: mal die Schüler im Mittelpunkt, das hat sie auch sehr gefreut,
Marion Schnitzler: weil sie möchten gerne mitgenommen werden.
Marion Schnitzler: Also wir müssen auch noch schauen, wie wir sie da mehr in diesen ganzen Prozess einbeziehen können.
Marianne Schneider: Vielleicht kurz zu dem Workshop. Das war ein Workshop, der im Rahmen der Kampagne
Marianne Schneider: Das Wirt umgesetzt wurde.
Marianne Schneider: Und da hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eben gemeinsam Ideen
Marianne Schneider: für zum Beispiel die Gestaltung des neuen Schulhofes zu sammeln,
Marianne Schneider: auszuarbeiten und wurden da eben auch ganz toll von,
Marianne Schneider: Menschen begleitet, die das Ganze dann eben auch in die Umsetzung bringen.
Marianne Schneider: Genau. Bis es nun soweit ist und die Schülerinnen und Schüler in die neue Ahrtal-Schule
Marianne Schneider: einziehen können, sieht der Alltag jedoch erstmal noch etwas anders aus.
Marianne Schneider: Erzählen Sie doch mal von den ersten Wochen nach der Flut. Was hat Ihnen persönlich
Marianne Schneider: in dieser Zeit Kraft gegeben und wie sind Sie in Ihrer Rolle als Schulleiterin
Marianne Schneider: mit der Situation umgegangen?
Marion Schnitzler: Ja, also die Nacht der Flut war erstmal, also das ist halt, die Ahrtalschule
Marion Schnitzler: steht ja in so einem ausgetrockneten Arm der Ahr,
Marion Schnitzler: und da ist die Ahr so durchgefegt, dass wirklich, es war alles von unterst nach
Marion Schnitzler: oberst gekehrt, es war nichts mehr an seinem Platz.
Marion Schnitzler: Das war, als wäre da wirklich so ein richtiger Strudel durch und hat alles zerstört, was unten war.
Marion Schnitzler: Unten war die Verwaltung, dann war die Lehrerzimmer unten, die ganzen Fachräume, das war alles weg.
Marion Schnitzler: Wir hatten einen schönen Raum mit ganz vielen so ausgestopften Tieren aus der
Marion Schnitzler: Umgebung. Also das war fast jeder Vogel, den es in der Umgebung gibt,
Marion Schnitzler: der war da in ausgestopfter Form in Vitrinen drin. Das war alles weg.
Marion Schnitzler: Und dann war natürlich das Problem, dass das so vier Tage oder drei Tage, zwei Tage vor den,
Marion Schnitzler: Sommerferien war, sodass die Zeugnisse waren alle fertig, die waren alle unterschrieben,
Marion Schnitzler: die lagen halt dummerweise im Tresor im Keller, also im ersten Geschoss.
Marion Schnitzler: Das heißt, die waren alle komplett weg. Also ich habe ein Zeugnis gefunden,
Marion Schnitzler: das wurde von der Flut dann nach oben gespült, das lag dann am Rand.
Marion Schnitzler: Das war ein Zeugnis der sechsten Klasse, die bekommen vorher ihr Zeugnis und
Marion Schnitzler: das wurde nicht abgeholt.
Marion Schnitzler: Das war in so einer Folie, das war das Einzige, was noch da war.
Marion Schnitzler: Und ich habe dann immer gesagt, im Büro, es war nichts mehr da.
Marion Schnitzler: Nicht mal so eine Büroklammer, es war alles weg.
Marion Schnitzler: Weil sich viele, die sagen dann, ja machen sie doch mal die Zeugnisse neu.
Marion Schnitzler: Ja, wir hatten die Zeugnisse dann erst vor den Herbstferien,
Marion Schnitzler: weil wir es gar nicht geschafft haben, weil auch noch unser Server im ersten
Marion Schnitzler: Geschoss, genau bis dahin ging das Wasser, bis der Server noch unter Wasser stand.
Marion Schnitzler: Das heißt, da musste erst mal getrocknet werden, damit wir überhaupt an unsere Daten rankamen.
Marion Schnitzler: Also es war wirklich eine sehr, sehr schwierige Zeit. Und natürlich auch die Schüler hatten nichts.
Marion Schnitzler: Und was toll war, war diese tolle Spendenaktion von allen Seiten,
Marion Schnitzler: wie wir unterstützt wurden, wie viele Spenden wir bekommen haben,
Marion Schnitzler: wie viele Leute da waren, um uns irgendwas Gutes zu tun. Also diese Hilfsbereitschaft,
Marion Schnitzler: das war wirklich fantastisch.
Marion Schnitzler: Und dann sind wir erst mal nach Adenau, hat dann auch gesagt,
Marion Schnitzler: die Hocheifelschule Adenau hat dann gesagt, also wenn ihr wollt,
Marion Schnitzler: ihr könnt gerne erst mal zu uns kommen, Weil wir hatten zwar schon gesagt, wir wollten,
Marion Schnitzler: das Grundstück nehmen oben in Gelsdorf und wollten da Container hinstellen,
Marion Schnitzler: aber wir hatten nicht bedacht, dass das mindestens drei Monate dauern wird.
Marion Schnitzler: Also wir hatten die Ende Juli, Anfang August bestellt und am 15.
Marion Schnitzler: November konnten wir dann hoch nach Gelsdorf ziehen.
Marion Schnitzler: Und bis dahin musste die gesamte Schule nach Adenau.
Marion Schnitzler: Das war wirklich.
Marion Schnitzler: Logistisch. Die Schulbusse mussten umgeleitet werden.
Marion Schnitzler: Die Schüler kamen natürlich später an, sind früher gefahren.
Marion Schnitzler: Das heißt, wir konnten gar nicht diese sechs Stunden Unterricht abbilden.
Marion Schnitzler: Also wir mussten erstmal wirklich eine Minimalversion fahren und mussten uns
Marion Schnitzler: überlegen, was machen wir jetzt, was ist wichtig und wie gestalten wir das jetzt.
Marion Schnitzler: Und das hatten wir damals in Niederzissen in diesem Workshop haben wir uns darüber
Marion Schnitzler: unterhalten und haben da ein Konzept entwickelt, wie wir erstmal in Adenau,
Marion Schnitzler: wie wir da den Unterricht erstmal durchführen.
Marion Schnitzler: Ja und dann sind wir am 15. November, war der große Tag, dass wir umziehen durften,
Marion Schnitzler: und dann sind wir hier nach Gelsdorf gezogen und ja, dann kommst du in diese
Marion Schnitzler: Container und stellst erstmal fest, es ist nichts da, du hast,
Marion Schnitzler: keinen Overhead-Projektor, du hast gar nichts, du hast keine Tafel, du hast erstmal nichts.
Marion Schnitzler: Und dann fängst du wieder an, das alles so weit zu gestalten,
Marion Schnitzler: dass du eben gut Unterricht machen kannst.
Marion Schnitzler: Was wir schon gemacht hatten, war, dass wir uns direkt Bücher bestellt hatten.
Marion Schnitzler: Das haben wir auch direkt gemacht in diesem ersten Workshop,
Marion Schnitzler: wo wir uns getroffen hatten in Niederzissen, dass wir überlegt haben,
Marion Schnitzler: wie machen wir das mit den Büchern und haben dann nachgefragt und bekamen dann
Marion Schnitzler: auch Bücher so kostenfrei.
Marion Schnitzler: Die Schüler bekamen Schultaschen ohne Ende gespendet. Also da hatten wir auch
Marion Schnitzler: wirklich und ganz viel Material für die Schule. Also das war toll,
Marion Schnitzler: wie viel wir da so bekommen haben an Unterstützung.
Marion Schnitzler: Und dann haben wir hier jetzt mittlerweile, das haben wir damals auch in dem
Marion Schnitzler: zweiten Workshop dann gemacht, dass wir uns Gedanken gemacht haben,
Marion Schnitzler: wir wollen eine digitale Schule werden.
Marion Schnitzler: Also als wir dann in Kallenborn waren, da hatten wir uns, hatte so ein Team,
Marion Schnitzler: Digitalisierungsteam sich Gedanken gemacht, dass jedes Kind ein iPad bekommen soll.
Marion Schnitzler: Da haben wir auch einen Sponsor gefunden, der uns da gut unterstützt hat,
Marion Schnitzler: sodass es wirklich möglich war, dass alle Kinder ein iPad bekamen,
Marion Schnitzler: und dieses dann, aber das muss ja alles überlegt werden, ein Konzept erstellt
Marion Schnitzler: werden und das hat diese Gruppe damals gemacht, sodass wir dann also schon mal
Marion Schnitzler: mit iPads hier starten konnten.
Marion Schnitzler: Dann bekamen wir noch diese tollen Prämifjens von der Verbandsgemeinde und die
Marion Schnitzler: unterstützt uns wirklich toll, also mit Geldern und mit Sachen, sodass wir,
Marion Schnitzler: diese tollen Tafeln anschaffen konnten, dass wir ganz viel Material anschaffen
Marion Schnitzler: konnten, um wirklich den Kindern eine gute Ausbildung zukommen zu lassen.
Marion Schnitzler: Also da muss ich sagen, die Schule liegt der Verbandsgemeinde wirklich am Herzen.
Marianne Schneider: Das klingt ja schon nach einer schwierigen Zeit. Es ist schön,
Marianne Schneider: dass viel Unterstützung kam.
Marianne Schneider: Nichtsdestotrotz wird es ja für die Schülerinnen und Schüler auch eine Umstellung gewesen sein.
Marianne Schneider: Wie haben denn die Schülerinnen und Schüler die letzten Jahre erlebt?
Marianne Schneider: Welche Auswirkungen hatte die Flut auf die aktuelle Schülerschaft?
Marion Schnitzler: Ja, das war ganz unterschiedlich. Einige waren mehr betroffen.
Marion Schnitzler: Die kommen ja unten aus der AA. Andere, die kamen aus der Eifel.
Marion Schnitzler: Die waren jetzt nicht so persönlich betroffen. Was halt alle betroffen gemacht
Marion Schnitzler: hat, ist, dass diese schöne Schule, auf die sie mal gegangen sind und was so
Marion Schnitzler: ein Stück Heimat ist, dass das plötzlich weg ist.
Marion Schnitzler: Und das kam bis zum Schluss, dass sie auch sagen, wir wollen einen Wandertag
Marion Schnitzler: machen, da gehen wir aber an der Schule los. Wir wollen mal gucken,
Marion Schnitzler: wie die Schule aussieht, damit auch die neuen Schüler, die jetzt neu kommen,
Marion Schnitzler: auch mal das Schulgebäude sehen und irgendwie so einen Bezug zu dieser Ahrtalschule haben.
Marion Schnitzler: Und die konnten ja teilweise, wenn die aus Kreuzberg kamen oder Altenaar,
Marion Schnitzler: die konnten mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Jetzt müssen die immer mit den Bussen fahren.
Marion Schnitzler: Wir bekommen Schulbusse, die die kostenfrei transportieren. Aber das Problem
Marion Schnitzler: ist halt, dass dieses Tolle mit dem Fahrrad in die Schule fahren,
Marion Schnitzler: dass das alles weggebrochen ist.
Marion Schnitzler: Und das Ahrtal ist ja wirklich schon ein herrliches Tal. Also die liegt einfach
Marion Schnitzler: toll, die Schule. Das ist schon wirklich ein Kleinod. Also das ist wirklich toll.
Marianne Schneider: Sie haben es schon ein bisschen angerissen. Wie gestaltet sich denn der Schulalltag
Marianne Schneider: aktuell so ganz konkret? Wie sehen die aktuellen Lernbedingungen aus?
Marion Schnitzler: Ja, also wir starten um 8.20 Uhr und,
Marion Schnitzler: starten, also alle Kinder haben iPads und wir haben aber auch noch normale,
Marion Schnitzler: also analoge Bücher und sie haben natürlich die digitalen Bücher und dann geht das ganz normal.
Marion Schnitzler: Also wir haben ganz normal Unterricht wie an jeder Realschule Plus auch,
Marion Schnitzler: eben nur, dass wir vieles mit iPads machen, dass wir viel mit der App Learning
Marion Schnitzler: View arbeiten, um unser neues Schulkonzept umzusetzen, damit die Kinder selbstständiger,
Marion Schnitzler: arbeiten können und wirklich ihren,
Marion Schnitzler: Lernprozess selbst gestalten können. und
Marion Schnitzler: dann werden wir ab nächstem Schuljahr in der Klasse 6 sogenannte Gelingensnachweise
Marion Schnitzler: statt Klassenarbeiten schreiben und da können dann die Kinder in einem bestimmten Zeitraum sagen,
Marion Schnitzler: also ich fühle mich jetzt fit und ich denke, ich schaffe diesen Gelingensnachweis
Marion Schnitzler: und können das dann machen, dass,
Marion Schnitzler: vielleicht wir noch ein bisschen Druck,
Marion Schnitzler: von Klassenarbeiten und sowas wegnehmen.
Marion Schnitzler: Müssen wir schauen, aber irgendwann muss halt das Wissen überprüft werden.
Marion Schnitzler: Und das war mal in der 6. Klasse erst mal anfangen und dann schauen,
Marion Schnitzler: wie sich das weiterentwickelt,
Marion Schnitzler: dann diese Lerncoaching-Gespräche mit den Schülern führen, um zu schauen,
Marion Schnitzler: wie kommen sie denn mit dem selbstständigen Arbeiten zurecht und wie können
Marion Schnitzler: wir sie unterstützen, damit sie das noch besser bewältigen.
Marianne Schneider: Vielleicht nochmal eine kurze Rückfrage. Realschule Plus, was konkret bedeutet
Marianne Schneider: das? Ich komme aus Hessen, ich kenne dieses System nicht.
Marion Schnitzler: Genau, das ist eine Besonderheit von Rheinland-Pfalz. Also Realschule Plus bedeutet,
Marion Schnitzler: dass in der fünften Klasse,
Marion Schnitzler: kommen alle Kinder, die eine Empfehlung für die Berufsreife oder für den qualifizierten
Marion Schnitzler: Sekundarabschluss 1 haben, das ist die Realschule, die kommen erstmal in der 5 und 6 zusammen.
Marion Schnitzler: Dann ist das erstmal so diese Orientierungsstufe und nach der sechsten Klasse
Marion Schnitzler: werden die eingestuft in zwei verschiedene Klassen. Also wir haben immer eine,
Marion Schnitzler: berufsreife Klasse und eine Realschulklasse.
Marion Schnitzler: Also eine, wo man die Berufsreife bekommt und das andere, wo man diesen qualifizierten
Marion Schnitzler: Sekundarabschluss 1 absolvieren kann.
Marion Schnitzler: Und natürlich ist das durchlässig. Also das heißt, wenn ein Kind jetzt sehr
Marion Schnitzler: gut lernt, kann es dann aus dieser Berufsreife-Klasse weitergehen.
Marion Schnitzler: In die Realschulklasse und umgedreht, wenn ein Kind mal wirklich eine Phase
Marion Schnitzler: hat, wo gar nichts klappt und alles,
Marion Schnitzler: zusammenbricht, dann kann es auch mal zurück in die Berufsreife gehen oder eben
Marion Schnitzler: es wird halt festgestellt, okay, das Kind ist einfach sinnvoll in der Ausbildung aufgehoben.
Marion Schnitzler: Dann macht es ja wenig Sinn, ob es unbedingt die zehnte Klasse erst machen muss
Marion Schnitzler: oder ob es einfach durch die praktische Arbeit einen viel besseren Abschluss hinbekommt.
Marion Schnitzler: Also manche sind auch da einfach, die haben so eine Begabung für irgendeinen
Marion Schnitzler: Beruf und dann haben die halt auch die Chance, das wirklich zu machen.
Marion Schnitzler: Und damit, wenn sie da einen guten Erfolg haben in der Ausbildung,
Marion Schnitzler: haben sie automatisch schon ihren 10. Klasse Abschluss.
Marianne Schneider: Das heißt, die gehen dann nach der 9. Klasse.
Marion Schnitzler: Genau.
Marion Schnitzler: Wir versuchen gut vorzubereiten. Wir haben da Übergangscoaches,
Marion Schnitzler: jede Menge für die Berufsorientierung.
Marion Schnitzler: Berufsorientierungsabend, die machen einen Praxistag, dass die schon mal in
Marion Schnitzler: den Beruf kommen. Wir haben so
Marion Schnitzler: Werkstatttage, wo die dann verschiedene Handgewerke ausprobieren dürfen.
Marion Schnitzler: Also wirklich so, dass die Kinder eigentlich gut vorbereitet werden auf ihren späteren Beruf.
Marianne Schneider: Dann jetzt noch eine etwas andere Frage. Der eine oder andere hat es schon beobachtet,
Marianne Schneider: der hier im Ahrtal unterwegs war, dass einige Schülerinnen und Schüler mit so
Marianne Schneider: kleinen, ich würde es mal Autos nennen, zur Schule kommen.
Marianne Schneider: Was hat das denn damit auf sich?
Marion Schnitzler: Ja, die Kinder kommen ja überall aus dem Ahrtal, von der Eifel,
Marion Schnitzler: hier auch aus NRW und da sind viele kleine Ortschaften und diese kleinen Ortschaften
Marion Schnitzler: werden morgens mal vom Bus angefahren und abends vom Bus und in der Schulbus holt sie morgens ab.
Marion Schnitzler: Aber der Schulbus fährt natürlich viele verschiedene Ortschaften an und wenn
Marion Schnitzler: die Kinder einfach ein bisschen Zeit sparen möchten und ein bisschen flexibel
Marion Schnitzler: sein möchten, dann brauchen sie so ein kleines Fahrzeug, um in die Schule zu
Marion Schnitzler: kommen und um einfach ein bisschen mobiler zu sein.
Marion Schnitzler: Und jetzt mittlerweile wird ja unten die Bahn wieder gebaut.
Marion Schnitzler: Also ich denke, da eröffnet sich für die Schüler auch wieder,
Marion Schnitzler: dass sie mal raus in die Welt kommen.
Marion Schnitzler: Aber eine Zeit lang war ja wirklich fast nichts möglich, außer man fährt selbst.
Marion Schnitzler: Wir haben auch einige, die kommen mit dem Motorrad hierher.
Marion Schnitzler: Also das ist so ein Wegelchen ist halt schöner. Da wäre ich nicht so nass und
Marion Schnitzler: komme ein bisschen trockener in die Schule.
Marion Schnitzler: Und das ist ja, wir haben jetzt alles. Also die Kinder haben verschiedene Möglichkeiten,
Marion Schnitzler: um hierher zu kommen. Manche, die näher wohnen, kommen auch noch mit dem Fahrrad.
Marion Schnitzler: Aber Fahrrad aus dem Ahrtal ist halt nicht mehr möglich. Das ist halt wirklich schade.
Marianne Schneider: Bevor wir zum Abschluss kommen.
Marianne Schneider: Blicken wir jetzt nochmal gemeinsam in die Zukunft. Auf was freuen sich denn
Marianne Schneider: die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler am meisten in den kommenden
Marianne Schneider: Jahren? Was wünschen sich die Schülerinnen und Schüler und was wünschen sie
Marianne Schneider: sich persönlich auch für die Ahrtal Schule?
Marion Schnitzler: Also wir wünschen uns, dass wir schnell wieder runter in das Ahrtal kommen,
Marion Schnitzler: also dass die Schule mal wieder fertig ist, dass wir in einem festen Schulgebäude
Marion Schnitzler: sind, weil das ist schon was anderes, ob man in Containern ist die ganze Zeit,
Marion Schnitzler: oder ob man wirklich so ein Schulgebäude hat.
Marion Schnitzler: Und ich denke auch, dass dieses, ich habe die Pläne gesehen,
Marion Schnitzler: dass das wirklich eine wunderschöne Schule wird, so ein Kleinod da unten im
Marion Schnitzler: Ahrtal. Und wir freuen uns auf die neuen Klassenräume und auf das Umfeld wieder,
Marion Schnitzler: wenn wir da wieder zurück sind.
Marion Schnitzler: Also darauf freuen wir uns und
Marion Schnitzler: hoffen natürlich, dass nicht nochmal so ein Ereignis passiert wie damals.
Marianne Schneider: Da wollte ich nochmal anschließen, es wurde ja von ein paar Monaten,
Marianne Schneider: der Grundstein gelegt für die neue Turnhalle und da wurde eben auch eine Zeitkapsel,
Marianne Schneider: vergraben und die Zeitkapsel, da konnten eben Schülervertretungen kleine Zettelchen in die Zeitkapsel,
Marianne Schneider: mit reinlegen, die dann eben irgendwann in Zukunft dann vielleicht mal wieder,
Marianne Schneider: ausgegraben und geöffnet werden.
Marianne Schneider: Und da haben die Schülerinnen und Schüler eben auch eingeschrieben,
Marianne Schneider: dass sie sich hoffen, dass die Schule nie wieder von einer Katastrophe wie vor
Marianne Schneider: fünf Jahren betroffen wird.
Marianne Schneider: Zum Abschluss würde ich mich freuen, wenn Sie einmal den Satz,
Marianne Schneider: das wird, das ist ja unser Kampagnen-Slogan, mit den ersten Worten oder Sätzen
Marianne Schneider: beenden, die Ihnen dazu einfallen.
Marion Schnitzler: Das wird ein wunderschöner Lernort in einem sehr schönen Umfeld,
Marion Schnitzler: in dem die Kinder selbstständig arbeiten können,
Marion Schnitzler: in Eigenverantwortung und wirklich heute lernen und für die Zukunft lernen können,
Marion Schnitzler: und jedes Kind in seiner Individualität berücksichtigt wird und Kinder wirklich
Marion Schnitzler: gut aufs lebenslange Lernen vorbereitet werden.
Marianne Schneider: Das klingt gut. Dann danke ich Ihnen, Frau Schnitzler. dass Sie dabei waren.
Marion Schnitzler: Dankeschön.
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